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Grüner Star - Glaukom

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Ein Grüner Star – nicht zu verwechseln mit dem sogenannten Grauen Star, bei dem die Augenlinse getrübt ist – triff häufiger auf, als gemeinhin bekannt ist. Trotz des hohen Risikos einer Erblindung ist die Augenerkrankung in der Öffentlichkeit wenig bekannt. Wir geben die Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Grünen Star im Überblick.
 

Was ist Grüner Star?

Der Grüne Star ist ein Sammelbegriff aller chronischen Augenerkrankungen, die im Verlauf der Krankheit zu einer Beschädigung des Sehnervs führen können. Ist der Sehnerv einmal beschädigt, kann Erblindung die Folge sein. Tatsächlich ist Grüner Star der zweithäufigste Erblindungsgrund.

Häufig geht dem Glaukom ein erhöhter Augeninnendruck voraus. Dieser drückt auf den Sehnerv. Eine Verengung des Sichtfelds oder sogar der Verlust des räumlichen Sehvermögens sind die Folgen, bevor das Augenlicht stetig weiter abnimmt. Obwohl die Erkrankung oft mit erhöhtem Augeninnendruck einhergeht, ist dies nicht zwangsläufig der Fall, was die Diagnose weiter erschwert. In diesem Fall liegt das Problem in der Durchblutung des Sehnervs, wodurch es zu einer Reduktion der Nervenfasern kommt.

Grüner Star betrifft überwiegend den älteren Teil der Bevölkerung. Ab dem 40. Lebensjahr etwa steigt das Glaukomrisiko an, besonders hoch ist das Risiko ab dem 75. Lebensjahr etwa. Bis zu 80.000 Menschen in Österreich leiden an Grünem Star, 16.000 Neuerkrankungen werden jedes Jahr diagnostiziert, wobei die Dunkelziffer deutlich höher liegen dürfte.


Glaukom - Normal sehen

Normal

Glaukom

Glaukom

 

Wann spricht man von einem Glaukomanfall? 

Unter einem Glaukomanfall versteht man die schlagartig deutliche Erhöhung des Augeninnendrucks, die oft mit starken Kopfschmerzen einhergeht. Der Anfall ist ein Hinweis auf ein sogenanntes Winkelblockglaukom und muss als ophthalmologischer Notfall unverzüglich medizinisch behandelt werden.


Bekannte Formen des Grünen Star

  • Das primäre Offenwinkelglaukom: Dieser Glaukom-Typ ist am weitesten verbreitet. Anfangs hat er keine wesentlichen Anzeichen und der Patient bemerkt das Problem oft erst nach dem Absterben eines großen Teils des Sehnervs und einer deutlichen Einengung des Sichtfeldes.
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  • Das primäre Engwinkel- bzw. Winkelblockglaukom: Dieser Glaukom-Typ kommt häufiger bei weitsichtigen Augen vor, bei denen die anatomischen Verhältnisse im Auge sehr eng sind. 

    Erstes Symptom ist oft der sogenannte Glaukomanfall, verbunden mit starken Kopfschmerzen. Begleitet wird er von einer Augenrötung, verschwommenem Sehen, Übelkeit oder Erbrechen. Er erfordert einen sofortigen ärztlichen Eingriff.  

    Dem Glaukomanfall können unter Umständen Episoden verschwommenen Sehens vorangehen.  

  • Das kongenitale Glaukom bzw. der angeborene Grüne Star: 
    Im Gegensatz zu anderen Formen des Grünen Stars handelt es sich bei einem angeborenen Glaukom um eine Augenkrankheit, die mit deutlichen Frühzeichen einhergeht. Dazu gehören etwa tränende Augen, erhöhte Lichtempfindlichkeit oder eine vergrößerte bzw. getrübte Hornhaut.  

    Sind diese Anzeichen bei einem Kind auszumachen, gilt es dringend, medizinische Hilfe zu suchen, da diese Form des Grauen Stars ausschließlich operativ behandelt werden kann.  
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  • Das sekundäre Glaukom: Die Präsenz des sekundären Glaukoms ist durch Erhöhung des Augeninnendrucks als Folge einer anderen Augenerkrankung, nach einer Augenoperation oder Augenverletzung gekennzeichnet.
 

Was sind die Symptome bei Grünem Star?

Von den Ausnahmen Winkelblockglaukom bzw. kongenitales Glaukom einmal abgesehen ist die Symptomatik oft unspezifisch bis unauffällig. Oft bemerken Patienten erst dann eine Einschränkung, wenn Teile des Sehnervs bereits irreversibel beeinträchtigt sind.

In der Regel verläuft der Grüne Star schmerzlos. Blinde Flecken am Rand des Gesichtsfelds werden oft mit Informationen des zweiten Auges oder aus angrenzenden Bereichen aufgefüllt. Auffällig wird es erst dann, wenn die Sicht verschwimmt oder ein deutlicher Gesichtsfeldausfall vorliegt.

Was sind die Ursachen für ein Glaukom? 

Die Ursachen eines Glaukoms sind noch nicht bis ins Detail erforscht. Wo früher ein erhöhter Augeninnendruck und Grüner Star beinahe als Synonyme verwendet wurden, ist heute bekannt, dass die Ursachenforschung um einiges tiefer angreifen muss. Diese Risikofaktoren tragen zur Erkrankung bei:
  • Alter: ab dem 40. Lebensjahr ist das Risiko, an einem Glaukom zu erkranken, deutlich höher. Ferner steigt die Wahrscheinlichkeit ab dem 75. Lebensjahr.
  • Erbliche Prädisposition: Liegen in der Familie Fälle vor, zahlt sich die Früherkennungsuntersuchung mit Sicherheit aus. Insbesondere betroffen sind Menschen bestimmter ethnischer Abstammungen.
  • Blutdruckerkrankungen: Vor allem ein niedriger Blutdruck kann Verursacher eines Glaukoms sein. 
  • Diabetes: Dies gilt allerdings nur, wenn bereits diabetische Veränderungen des Auges zu beobachten sind.
  • Starke Kurzsichtigkeit/hohe Weitsichtigkeit: Wegen veränderter anatomischer Verhältnisse im Augapfel erhöht sich bei hoher Myopie oder Weitsichtigkeit das Glaukomrisiko.
  • Medikamente: Insbesondere die Behandlung mit Cortison gilt als Risikofaktor.
  • Anfälligkeit für Migräne
  • weitere Augenerkrankungen, Augenoperationen oder Verletzungen

Darüber hinaus sehen neuste Forschungen unter Umständen einen Zusammenhang zwischen Gehirnwasser und Grünem Star bzw. einer Störung des Immunsystems und der Entwicklung eines Glaukoms.
Entgegen der weitverbreiteten Meinung verursacht Rauchen nicht Grünen Star, Nikotin kann allerdings dazu beitragen, dass ein bestehendes Glaukom weiter voranschreitet.

Wie wird Grüner Star behandelt? 

Grüner Star ist nicht heilbar, allerdings kann der Krankheitsverlauf durch die richtige Therapie verlangsamt oder sogar zum Stilstand gebracht werden. Grüner Star wird immer zuerst einmal konservativ behandelt und nur gegebenenfalls wird ein operativer Eingriff vorgenommen.

Ziel aller Behandlungsansätze ist primär eine Reduktion des Augeninnendrucks. In einem ersten Schritt werden Augentropfen (Antiglaukomatosa) und Medikamente verabreicht, um den Druck zu senken.

Bringt diese Therapie nicht den gewünschten Erfolg, erfolgt in einem zweiten Schritt ein chirurgischer Eingriff. Dieser zielt klassischerweise darauf ab, hinter der Regenbogenhaut zwischen Hinter- und Vorderkammer des Auges für Druckausgleich zu sorgen.

Eine Laseroperation mit selektiver Lasertrabekuloplastk (SLT) führt zu besseren Rekonvaleszenzwerten. Der Eingriff wird ambulant und in Lokalanästhesie durchgeführt und dauert lediglich 2 – 5 Minuten. Darüber hinaus ist er im Bedarfsfall wiederholbar.

Für wen eignet sich eine Laseroperation?

Eine SLT-Laseroperation greift dann, wenn konservative Behandlungsansätze gescheitert sind bzw. nicht den erwarteten und erwünschten Nutzen erbracht haben. Allerdings ist dieser operative Eingriff auch als primäre Therapie empfehlenswert, sobald der Grüne Star diagnostiziert wurde.

Wie bereits erwähnt, kann die Schädigung des Sehnervs nicht zurückgenommen werden, durch den Einsatz des Lasers kann die Krankheit in ihrem Verlauf lediglich eingebremst werden.

Obwohl die Krankenkasse die Kosten für eine Früherkennungsuntersuchung in Höhe von etwa 20 Euro nicht übernimmt, ist die routinemäßige Vorsorgeuntersuchung deshalb nichts desto trotz insbesondere im Alter essentiell. Sie umfasst einen Sehtest, die Augeninnendruckmessung sowie die Augenspiegelung, eine Gesichtsfelduntersuchung und ein Scan der Sehnervfasern.

Wie erfolgt die Nachbehandlung nach einem chirurgischen Eingriff?

Die selektive Lasertrabekuloplastik (SLT) ist eine Weiterentwicklung klassischer Ansätze zur Behandlung des grauen Stars. Sie ist deutlich schonender als ein chirurgischer Eingriff. Kürzere Laserimpulse treffen auf die geschädigten Zellen auf. Die umliegenden Zellen werden nur geringfügig in Mitleidenschaft gezogen.

Lediglich am Tag des Eingriffs selbst können Augen- oder Kopfschmerzen auftreten und die Sicht eingeschränkt sein. Allerdings sind keine weiteren Einschränkungen während der nächsten Tage zu erwarten.

Kosten eines SLT-Eingriffs

Informieren Sie sich vor der Operation, inwiefern die Kosten für eine Laseroperation von Ihrer Krankenkasse getragen werden oder wann eine Zusatzversicherung greift, durch die gegebenenfalls bis zu 100 % der Kosten gedeckt sein könnten.

Die Kosten belaufen sich auf 240 Euro pro Auge gemäß unserer Preisliste. Dazu kommen die Kosten für eine Konsultation. Die Nachbehandlung ist im Preis dagegen bereits inkludiert.

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